Farbenprächtiger Umzug mit vielen witzigen Sujets
Sonntag, 18. Februar 2007
in Archiv bis 2007

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Insgesamt 19 Sujets umfasste der Grenchner Fasnachtsumzug, der dank hervorragendem Wetter besonders farbenprächtig ausgefallen ist. Mit Unterstützung einiger befreundeter Guggen aus der Region hielt auch der diesjährige Umzug, was man sich von ihm versprochen hatte.
Den Auftakt machten die Bettlacher „Krachwanzä“ mit ihrem Sujet Flower-Power, gefolgt von der Wiiiberzunft mit ihrem schneeweissen Wintertraum. Ein aktuelles Thema hatten auch die Aare-Schnägge aus Selzach aufgegriffen. Sie karikierten das kantonale „Schnägge-Bauamt“. „Kultutr pur“ hiess es schliesslich bei den „Schuelschwänzer“, die einmal mehr mit ihren Kostümen zu überzeugen wussten.
Auch die Muki Bettlach glänzten als Marienkäfer mit ihren Kostümen und die Dolce Vita Zunft ging mit ihrem Motto „g-schreeg-air“ und dem dazugehörenden „Flugzeug-Wagen“ an die Grenzen. Jedenfalls was die Masse des Flugzeugs anbetraf, denn mehr als einmal hatten sie Mühe, ihren Vogel auf der teilweise etwas engen Umzugsroute auf Kurs zu halten.
„Immer schön sexy bliibe“ hiess das Moto der Schnabuwetzer Selzach, während sich die Vinophoniker aus Biel „E Viva Espana“ aufs Banner geschrieben hatten und die Sauzfass-Narre mit ihrem Wagen zum Verweilen in der Samba-Bar einluden.
Prächtig herausgeüutzt hatten sich auch die Cocoloris der Luna-Zunft, die in diesem Jahr bekantlich ihr 20-jähriges Bestehen feiern. Mit einer gewaltigen Wagenburg wurde dieses Jubiläum begannen - ganz nach dem Motto "Schato Schübilee - 20 Johr Cocoloris".
Natürlich wurde auch das Rauchverbot in den Beizen aufs Korn genommen und zwar gleich von zwei Grenchner Zünften, nämlich von der Faschingszunft („so schreeg-Rauchverbot“) und der Hilari Zunft, die ihren farbenprächtigen Wagen unter das Motto „Nid blöd gaffe – fertig mit paffe“ stellten.
Für den Grenchner Fasnachtsumzug eigens fusioniert hatten sich (jedenfalls im Wagenbau) und unter dem Motto „Space“ die Babeli- und die Noah-Gugger aus Bettlach und Arch; während die Frosch-Zunft mit dem Motto „1818 – da werden sie geholfen“, den Telefon-Auskunftsdienst auf die Schippe nahmen.
Einen wichtigen Teil zum Gelingen des Grenchner Umzugs hatten aber auch die Guggenmusiken. „Gnome im Rusch“, sagten die Wüudbach Blosofoniker, Oberdorf, die Chappelitüüfle überzeugten mit „Äs tüüflischs Spüu“ und die alte Garde Mett (Biel) machten den Abschluss als „Schneewyssi Chräie“.
Wie gesagt, der Grenchner Fasnachtsumzug wusste in diesem Jahr mit vielen witzigen Sujets und tollen Kostümen zu begeistern – eigentlich schade, dass er schon vorbei ist…



