Uniformen waren Farbtupfer am Bezirksmusiktag Bettlach
Sonntag, 10. Juni 2007
in Kultur
(khg) Regenschirme bestimmten den Auftakt des Bezirksmusiktages in Bettlach. Wie das missliche Wetter tröpfelten dennoch die Zuhörer in die Markuskirche, um das blasmusikalische Oeuvre der Leberberger Musikkorps zu geniessen. Die einzige Dirigentin, Claudia Flury, eröffnete mit der MG Rüttenen den konzertanten Reigen.In den späten Abendstunden erlebte dann ein illustres Publikum den grossen Event des Abends. Mit einer perfekten und spannenden Comedyshow inszenierte die MG Bettlach ihre Neuuniformierung. Nach der Entkleidung kam die Einkleidung und die Bettlacher präsentierten sich in nachtblauen Jacketts mit Nadelstreifen und schwarzen Hosen. Dazu ein zweifarbiges Gilet und als Kopfbedeckung einen tiefblauen Borsalino. Für Moderator Franz Günther bedeutet eine Uniform die Zugehörigkeit einer Person zu einer bestimmten Institution. Und auch die stolzesten Frauen sahen gerne ihre Männer in stattlichen Uniformen, fügte Günther dem Einweihungszeremoniell noch an.
Bunte Uniformen
Ein imposantes Bild bot sich dann auf dem Dorfplatz. Sternförmig marschierten die Musikanten auf und brachten mit ihren Fahnen und bunten Uniformen nicht nur einen bunten Farbtupfer in den grauen Samstagnachmittag. Gemeindepräsident Hans Kübli hiess die Musikantinnen und Musikanten aus dem Leberberg herzlich willkommen. Die MG Bettlach freute sich doppelt, konnte sie doch nicht nur den Bezirksmusiktag im eignen Dorf organisieren, sondern auch noch ihre neue Uniform einweihen. Diese präsentierten sie zu den Klängen des Fahnenmarsches und nahmen die Standarte des Leberberger Verbandes für ein Jahr in ihre Obhut. Nach dem Gesamtchor mit Stefan Jäggis Solothurner Marsch erwartete dann das Publikum die Marschmusikparade der 10 teilnehmenden Musikgesellschaften, angeführt vom Gastgeber. "Alle zehn Formationen gaben sich alle erdenkliche Mühe", äusserte sich der musikalische Experte Werner Siegenthaler, Obergerlafingen. Doch vom Musikalischen her ist die heutige Marschmusikparade ein Spiegel unserer Zeit, es fehlen die prägenden Märsche und damit auch das militärisch Formale.
Motto "Music is my life"
Das bunte Showbild des abschliessenden Unterhaltungswettbewerbs wurde seinem Namen "Music is my life" gerecht. Drei Formationen, die Stadtmusik Grenchen, als Big Band Formation im Glenn Miller Sound und Frank Sinatra-Melodien, die Brassband Solothurn mit ihren slapstick-artigen Einfällen und alpinem Samba, und die MG Langendorf als Piraten aus der Karibik wetteiferten im musikalischen Wettstreit. Alle drei Formationen boten eine tadellose Leistung. Alle drei Formationen bestachen durch hohe musikalische Qualität. Der Fachjury-Preis ging an die Brass Band Solothurn und der Publikumspreis an die MG Langendorf. Der Verbandspreis ging an die Stadtmusik Grenchen. Laut Reglement wurde die Wertung Fachjury und Publikumsjury addiert, sodass überraschend die MG Langendorf zusätzlich den Wanderpreis gewann.



