LESERBRIEF: Sind unsere Kinder noch integriert?
Donnerstag, 5. Juli 2007
in Leserbriefe
(Ursula Müller, Grenchen) -Ja liebe Leser und Leserinnen, Sie haben richtig gelesen. In Grenchen stellt sich langsam die Frage wie wir in manchen Schulhäusern unsere Kinder gerecht integrieren wollen. Integration ist für mich ein richtiges Modewort geworden. Was alles wird eigentlich unter dem Deckmantel Integration versteckt?
Als ich den Bericht gelesen habe über die ungerechte Zuteilung einzelner Kinder in die 1. Klasse sind in mir ganz viele Erinnerungen wach geworden. Es ist kein neues Thema in Grenchen, mit Erwin Egli hat das Dilemma begonnen und wie ich feststellen muss, hat es sich noch nicht gebessert trotz den neuen Schulleitungen.
Es geht nicht um zu lange Schulwege, liebe Leser und Leserinnen, und auch nicht darum, dass sich ein Kind nicht «integrieren» würde, ganz und gar nicht. Die Kinder werden sowieso nicht gefragt, Sie müssen einfach alles akzeptieren, oder sind auf den Einsatz Ihrer Eltern angewiesen. Da wir eine Gesellschaft sind, die sich sehr schnell einschüchtern lässt, sind wir auf dem besten Weg, dass wir uns zurück nehmen und still die Faust im Sack machen. Ich habe eine Petition, die im Umlauf ist, unterschrieben die will, dass wir mehr Mitsprache wollen. Wir wollen richtig informiert werden, wie sich das in unserer Schweiz so gehört.
Es ist ein offenes Geheimnis, dass es in Grenchen gute und schlechte Schulhäuser gibt. Je nach dem wo Ihr Kind in die Schule geht ist es mit 5 andern Schweizer Kindern das Einzige. Ich möchte die Lehrer bitten, schaut doch dann, dass unsere Kinder wenigstens integriert werden. So weit sind wir, und es hat gar nichts mit Ausländerfeindlichkeit zu tun, absolut nicht! Die Lehrer werden so überfordert, weil Sie niemals Ihren Stoff durchbringen, weil Sie ja auch noch erziehen müssen, und dazu 13 Kinder haben die knapp oder gar kein Deutsch verstehen.
Sagen Sie mir jetzt nur ganz ehrlich, lieber Leser, liebe Leserin, wären Sie mit so einer Aufteilung zufrieden? Es gäbe aber wirklich noch andere Ideen, die Integration der ausländischen Kinder optimal zu fördern und wir müssten nicht alle Kinder bremsen. Unterschreibt die Petition und helft mit, ein Zeichen zu setzen! Danke.
Schöne Ferien wünsch ich allen und den Eltern vom Halden viel Erfolg!
Wie ist Ihre Meinung, liebe Leserinnen und Leser, schreiben Sie ihren Kommentar unter den Artikel und tragen Sie so zu einer interessanten und lebhaften Diskussion bei.
Ihre Grenchen.net-Redaktion




In der Grenchner Schuldirektion ist schon lange der Wurm drin und wird es wohl auch bleiben. Jedenfalls so lange, wie die Stadt nichts gegen diesen Missstand machen will. Man hat das Gefühl, das Unfähigkeit in der Schuldirektion unterstützt wird.
Wenn die Kritik dann zu gross wird, macht man es wie Frau Weigel, man lässt sich von einem Arzt krank schreiben und kassiert eine Abfindung von mehreren tausend Franken die mit Steuergelder bezahlt wird.
Da wundert es nicht, das nicht das Wohl der Kinder, sondern nur der eigene Vorteil zählt.
Liebe Frau Müller, Gratulation, das sie den Mut haben Kritik zu schreiben.
Auch ich werde die Petition unterschreiben. Ich werde mir auch bei den nächsten Wahlen genau überlegen, wem ich meine Stimme gebe.
F. Blaser
Ich danke Ihnen für Ihren Beitrag! Es ermutigt mich immer wieder in diesem Sinn weiterzufahren. Es ist nämlich schweizweit ein Problem und ich habe es satt, dass wir immer LIEB sein wollen. Ich glaube die Schweiz ist bereits ein sehr soziales Land. Jetzt geht es auch darum, dass wir in unserem Land das Sagen nicht verlieren. Ich möchte mich aber einsetzen für alle Probleme, die in meinem Umkreis TATSACHE sind. Und ich handle für die betroffenen Bewohner von Grenchen. Ich selber habe nämlich meine Kinder in einem "guten" Schulhaus, verstehe aber die Probleme ganz klar!!!Schön, dass Sie sich Gedanken machen für die kommenden Wahlen. Liebe Grüsse U.Müller
Ich weiss nicht. wir mussten früher aus von Staad auch mit unseren Velos in die Schule fahren. Und das bei jedem Wetter und sind nicht daran gestorben.
Aber heute wird den Kindern von den Eltern ja ein Taxidienst bis vors Schulhaus geboten.
Und dann wundert man sich, wenn die Jugend verweichlicht.
Gruss U. Müller
sie sind ein dummer Laferi, der nicht begriffen hat, worum es hier geht...
Aber das kümmert die linken Politiker/innen und und die Grenchner Stadtverwaltung wenig. Für sie gibt es kein Ausländerproblem, weil sie alle einfach wegsehen.
Und wir Schweizer. Wir müssen selber schauen, wie wir über die Runden kommen. Uns hilft ja keiner. Wir haben keine Lobbi, die sich für uns und unsere Kinder einsetzt.
Wir müssen ein Miteinander mit unsern ausländischen Mitbürgern finden. Dazu sind alle aufgerufen.
Marcel Boder SVP-Gemeinderat.
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Paul-Georg Meister, Redaktion grenchen.net
Wir leben in einer kulturellen Gemeinschaft, bei der verschiedene Kulturen aneinander vorbeikommen müssen. Wir Schwizerlis müssen ja nicht meinen, man könne nur die Rosinen herauspicken und den Rest sollen dann andere erledigen. Wer hier in Grenchen wohnt, der zahlt Steuern und was sonst noch dazukommt. Das heisst, auch diese Kinder und Familien haben das Recht auf eine obligatorische Schulbildung. Ob dann in einer Klasse 5 von 20 Schweizer dabei sind, ist nur eine Momentaufnahme. Man geht sicher nicht immer mit den gleichen Schülern bis zum Schluss der obligatorischen Schulzeit in die Schule.
Was die Petition anbetrifft, werde ich sie auf jeden Fall nicht unterschreiben!