Aareufer: Rund 5000 Liter Unrat wurde eingesammelt
Sonntag, 15. Juli 2007
in Freizeit
(Repla GB) - Von Anfang April bis am 12. Juli 2007 wurden nur im Zuständigkeitsgebiet des Netzwerks Grenchen (westliche Aare) 5'000 Liter Unrat gesammelt. Die gesammelte Abfallmenge bleibt aber stabil.
Littering ist kein Kavaliersdelikt: die Verschmutzung der Natur und die Gefährdung von Mensch und Tier sind die Folge. Für die betroffenen Gemeinden hat das Littering weit reichende negative Folgen. Die weggeworfenen Abfälle verunstalten die Landschaft und werden oft einer ordnungsgemässen Verwertung entzogen. Sie müssen stattdessen auf Deponien oder in Verbrennungsanlagen beseitigt werden.
Die Beseitigung von Verunreinigungen bindet zum Teil erhebliche Mittel der kommunalen
Haushalte. Die beiden Regionalplanungsgruppen Repla-RSU und Repla GB wollen mit Arbeitseinsätzen und Präventionsmassnahmen das Problem von zwei Seiten angehen. Einerseits müssen die Abfallmengen entfernt werden, damit nicht noch mehr zum Wegwerfen animiert wird. Es kann davon ausgegangen werden, dass eine gewisse Hemmung besteht, saubere Flächen zu verunreinigen, auch wenn diese Hemmschwelle nur noch klein ist. Andererseits müssen die Besucher des Aareraumes für ein umweltgerechtes Verhalten sensibilisiert werden. Zur Prävention wurde wie letztes Jahr ein Plakat gestaltet.
Die Einsätze zur Entfernung der Abfälle wurden den Sozialwerken Netzwerk Grenchen und Perspektive übertragen. Die Leistungen können von den Gemeinden oder der Unterhaltsequipe der II. Jura-Gewässer-Korrektion, die üblicherweise diese Arbeiten verrichten, nicht gleich günstig erbracht werden.
Die beiden Regionalplanungsgruppen sind je für ihre Gebiete zuständig, wobei die Arbeiten koordiniert verlaufen: die Repla RSU arbeitet zusammen mit der Perspektive Solothurn, die Repla GB mit dem Netzwerk Grenchen.
Interessante Diskussionen entstanden über die Zuständigkeit (Gemeinden/Kanton) an den Aare-Ufern sowie über das Pro und Kontra zum Aufstellen von Mülltonnen. Aber auch die Grenzen der Einflussnahme durch die Polizei wurden aufgezeigt, denn um einen Umweltsünder zur Rechenschaft zu ziehen, muss er in flagranti erwischt werden. Eine schwierige Aufgabe. Weitere interessante Informationen können Sie über den folgenden Link beziehen.



