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„Städteranking“ – Grenchen schneidet erneut schlecht ab

Freitag, 27. Juli 2007 in Grenchen

(Paul-Georg Meister) - Erneut wurde die Stadt Grenchen im „Städteranking“ der Zeitung „Bilanz“ über die Lebensqualität schlecht klassiert. Unter den insgesamt 124 bewerteten Gemeinden landete Grenchen abgeschlagen auf dem zweitletzten Platz.
Bereits letztes Jahr veröffentlichte die Zeitung „Bilanz“ eine Bewertung der Schweizer Städte in Sachen Lebensqualität. Damals klassierte sich Grenchen auf Rang 114. Noch schlechter schneidet die Stadt am Jurasüdfuss in diesem Jahr ab. Nur gerade in Le Locle soll es sich schlechter leben lassen als in Grenchen – die Uhrenstadt landete auf dem zweitletzten Platz.

Schlug die Bewertung im vergangenen Jahr in Grenchen noch recht hohe politische Wellen, so nimmt man es heute von offizieller Seite her eher gelassen.

Stadtpräsident und Nationalrat Boris Banga spricht der Studie gar ihre Seriosität ab. Im Solothurner Tagblatt gibt er zu bedenken, dass bei dieser Untersuchung erneut unter anderem die Scheidungsrate als Teil der Lebensqualität ins Gewicht falle und weiter meint er: "Dass während den letzten drei Jahren in Grenchen die Steuern gesenkt wurden, das wurde im Ranking nicht berücksichtigt". Für Boris Banga ist deshalb klar: „Das ist doch nicht seriös“.

Und tatsächlich gibt es auch andere Studien: In einer erst kürzlich veröffentlichten Untersuchung der Crédit Suisse schloss Grenchen beispielsweise viel besser ab.

Bewertet wurden die 124 Schweizer Gemeinden mit über 10'000 Einwohnern unter anderem unter den Gesichtspunkten: Anzahl der Arbeitslosen, Veränderung der Einwohnerzahl, Scheidungsrate, Bautätigkeit, Anteil der über 65-Jährigen, öffentlicher Verkehr, Steuerertrag, Immobilienpreise, Anteil Akademiker, Anteil Manager, Anzahl der Logiernächte und Vorhandensein eines Sees.

Nach diesen Kriterien bewertet steht das Steuerparadies Zug an erster Stelle, vor Zollikon, Meilen und Küsnacht. Auf Rang fünf folgt die Stadt Zürich. Die Bundeshauptstadt Bern schafft es nur gerade auf Rang 39. Von den Solothurner Städten erlangte Olten gerade mal den 87. Platz. Die „schönste Barockstadt der Schweiz“, der Kantonshauptort Solothurn, erreichte Rang 89.

Kommentare
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Wer in Grenchen wohnt, weiss, was von dieser Bewertung zu halten ist. Grenchen ist eine attraktive, lebendige und grüne Stadt mit viel Lebensqualität.
#1 L. Meier am 27.07.2007 10:16 (Antwort)
Ohne Zweifel ist Grenchen um Vieles besser als sein Ruf. Wer solche Berichte schreibt, soll einmal nach Grenchen kommen, und mit den Leuten reden, die hier wohnen, ehe man ein solches Urteil abgibt.
#2 Pauli am 27.07.2007 10:38 (Antwort)
"Glaube nur den Statistiken, die Du selbst gefälscht hast." - von dem her: Bullshit, was hier nach irgendwelchen willkürlichen Kriterien und Indikatoren ge"ratet" und ge"rankt" wird.

Aber vielleicht haben die "Bilanz"-Journis bei ihren Recherchen auch einfach nur gerade einen Umemuuli auf der Strasse aufgegabelt. Von denen gibt es zugegebenermassen ja genug in Grenchen.
#3 El Shalif (Homepage) am 27.07.2007 16:26 (Antwort)
Vielleicht sollte man in Grenchen auch mal was machen, um das Image der Stadt aufzubessern. Mit leeren Reden der Politiker ist es eben nicht gemacht. Und mit Steuergeschenken an Reiche auch nicht.
#4 samuel am 27.07.2007 18:31 (Antwort)
Was reget ihr euch z'Gränchä uf, die hei doch rächt mit däm Ränking. Äntlech öpper, wo gseht, was Granchä wärt isch.
#5 dr soledurner am 27.07.2007 18:34 (Antwort)
Den zweitletzten Platz so finde ich hat diese Stadt nun wirklich nicht verdient.
Grade die Badi und unser Wald ist doch schlichtweg einfach DER HAMMER.
Weiters bietet Grenchen viele Möglichkeiten, wem`s hier nicht passt ist schnell in Biel oder Solothurn.
Viele Möglichkeiten sind also gegeben.
Kritik kann jedoch auch dazu dienen, sich zu verbessern,ich glaube,das versteht hier keiner.
Es stimmt hier leider,vermutlich weil sich ein paar Herren ein persönliches Denkmal setzten wollen jedoch einiges nicht.
Wer das nicht sieht muss einfach blind oder endlos naiv sein.
Grade das neue Verkehrskonzept ist wohl das letzte was ich erlebt habe.
Da wird es einem möglichst schwer gemacht von A nach B zu kommen, Zeitverluste,erhöhte Abgasemissionen und horrende Kosten sind die Folge.
Das soll gut sein ?
Geplant ist es von hirnlosen welche sich von morgens bis abends den Hintern im Büro platt sitzen,sonst würden diese vermutlich mal merken was sie mit ihrem Mist anrichten.
Statt sich mal zu fragen WARUM belegt Grenchen schon wieder einen der letzten Plätze ? werden Andersdenkende wie gewohnt arrogant und abschätzig hingestellt wie Idioten.
Das Rückgrat gemachte Fehler zu korrigieren hat hier keiner.
Eben,durch Kritik kann man sich verbessern, falls man das überhaupt will.
Ein weiser Mann sagte mal, lieber Kritik von den Richtigen als Lob von den Falschen.
#6 Sauvain,Schrift & Grafik am 28.07.2007 11:42 (Antwort)
..und welcher weise Mann entscheidet, WER der Richtige ist ??? du ??? Bitte antworten.
#6.1 DeVito, Kunstmaler, BETTLACH (Homepage) am 28.07.2007 13:26 (Antwort)
Ich lebe und arbeite gerne in Grenchen, ich habe auch schon in Solothurn gewohnt und bin gerne wieder " nach hause" gekommen. Was ich allerdings nicht begreiffe ist, warum in unserer Stadt auf die kleinen Gewebetreibenden kein Mensch rücksicht nimmt, warum Verkaufsläden systematisch mit neuer Verkehrsführung das Wasser abgegraben wird. Eine Stadt lebt doch auch von einem breiten Angebot von Einkaufsmöglichkeiten. Wenn der Verkehr mit Gewalt neben den Läden und um die ganze Stadt herum geleitet wird, kauft auch kein Mensch mehr in Grenchen ein. Standortwerbung die in solchen Fällen nötig wäre kann sich kaum einer leisten. Die Läden werden nach und nach schliessen und die Grenchener werden so gezwungen in Biel oder Solothurn ein zu kaufen.
Es gibt auch Leute, die möchten in einer Stadt etwas anders kaufen als gerade Milch und Brot.
#7 Kurt Gilomen am 28.07.2007 14:55 (Antwort)
Grenchen ist eine Stadt in der man gut leben kann. Sie hat sehr viel zu bieten. Allerdings könnte man von der Stadt her wirklich mehr machen, dass die Stadt attraktiver wird. Jetzt ist Grenchen ja eine einzige Baustelle und mit der neuen Verkehrsführung kommt niemand zu Recht. Da könnte man ganz viel verbessern und Grenchen damit attraktiver machen.
#8 A. Keller am 28.07.2007 22:00 (Antwort)

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