Bereit für den Ernstfall - Zivilschutz Grenchen/Bettlach/Selzach hat Sirenen getestet
Samstag, 15. März 2008
in Grenchen
Marc Oesch von der Führungsunterstützung bei der manuellen Auslösung der Sirene im Schulhaus Einschlag in Bettlach. (Foto: zvg)
(mgt) - Die jährliche Prüfung der Sirenen findet jeweils am ersten Mittwoch im Februar statt. Für die Durchführung des Tests in den Gemeinden Grenchen, Bettlach und Selzach ist die Regionale Zivilschutzorganisation Grenchen (RZSO) verantwortlich. Getestet wird, ob alle Bewohner dieser Gemeinden die Sirenen hören könnten.
Die Regionale Zivilschutzorganisation Grenchen (RZSO) betreut in ihrem Gebiet 13 festinstallierte und drei mobile Sirenen, welche zwei Mal im Jahr getestet werden. Allerdings nimmt die Bevölkerung nur jener am ersten Mittwoch im Februar wahr. An diesem Tag erschallen alle rund 8250 Sirenen in der ganzen Schweiz zeitgleich. Der zweit Test erfolgt im Herbst und ist in der Regel stumm.
Die Durchführung des allgemeinen Sirenentests gechieht im Auftrag des Bundes. Obwohl im Notfall die Sirenen durch die Polizei ausgelöst werden, müssen alle drei Auslösvarianten, manuell vor Ort, von Kommandoposten sowie vom Polizeiposten geprüft werden. In den Zivilschutzanlagen schalten die Mitglieder der Führungsunterstützung als erstes den Strom ein, um danach mit einer simplen Drehung eines Schlüssels die Sirene genau um 13.30 Uhr zu starten. Während des einminütigen regelmässig auf- und absteigenden Heultons müssen die Einsatzkräfte vor Ort draussen kontrollieren, ob ihre Sirene auch ertönt. Eventuelle Schäden der Lautsprecher auf den Dächern können nur vor Ort kontrolliert werden.
Nach einem zehnminütigen Unterbruch werden die Sirenen von der Zentrale im Kommandoposten nochmals ausgelöst Danach erfolgt noch die dritte Auslösung des Alarms durch die Polizei. Wenn diese Tests geklappt haben, kehren die Teams mit dem Materials in die Zivilschutzanlage zurück.. Jährlich funktionieren durchschnittlich 1 bis 2 der ca. 8250 Sirenen in der Schweiz nicht. Dies ist auf Umbauten von Häusern, Folgen von Sturmwettern, Blitzen usw. zurückzuführen. Dank der regelmässigen Tests können die Ausfälle im Ernstfall relativ gering gehalten werden. Somit ist die Alarmierung der ganzen Bevölkerung sichergestellt. Zwischen Grenchen und Selzach sind auch drei Fahrzeuge mit den mobilen Sirenen unterwegs, um Gebiete zu erreichen, die nicht durch die festen Sirenen abgedeckt werden. Dies sind die Höfe auf dem Grenchenberg oder auch der Weiler Staad.
Neben dem Funktionstest der Anlagen prüfen die Verantwortlichen auch die Organisation. Im Notfall ist schnelles Handeln erforderlich. Dies kann nur durch regelmässige Übung gefördert werden. Es muss sichergestellt werden, dass bei einer Gefährdung die Bevölkerung rechtzeitig alarmiert werden kann. Ebenfalls muss die lagegerechte Organisation der Alarmstellen gewährleistet sein. So klingelte in diesem Jahr am Mittwoch Morgen früh um 5 Uhr bei den Einsatzpflichtigen das Natel oder Telefon. Der Einsatzleiter Gregor Mrhar hat diesen überraschenden Alarm ausgelöst, um die Einsatzfähigkeit seiner Leute sowie der Organisation zu prüfen. Die Alarmierung hat in diesem Jahr gut geklappt, wobei der letzte zwei Stunden nach der Alarmierung eintrifft. Bis zum Sirenentest führen die Männer verschiedene Vorbereitungsarbeiten durch.



